Jugend interpretiert Kunst

Begegnet sind wir den Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler in der Küppersmühle mit ganz eigenen Vorurteilen, Vorkenntnissen und Vorstellungen. Es gab so viele verschiedene Ideen bezüglich der Inhalte, Fragestellungen und bildnerischen Verfahren, die umgesetzt werden könnten, wie es KursteilnehmerInnen gab.

Wir haben das Projekt „Jugend interpretiert Kunst“ wortwörtlich als eine Möglichkeit verstanden, unsere Erkenntnisse in der Begegnung mit den ausgestellten Kunstwerken auf individuelle Art und Weise zu nutzen.

Die Absicht hinter der gewählten Darstellungsweise war, unsere eigenen Ansätze zu einem großen, gemeinschaftlichen Projekt zusammenzubringen.

Unser Projekt ähnelt somit einer Art kleinem Museum, wo unsere Arbeiten ein einzelnes Werk ergeben. Wir haben Schubladen aus einem alten Werkzeugschrank aus unserer Schule benutzt, welche jede/r SchülerIn frei gestalten konnte.

Die Wahl der Schubladen als eine Art Objektkasten oder Malgrund hatte mehrere Gründe: Schubladen sind etwas sehr Privates, in welchen man Dinge mit persönlicher Bedeutung aufbewahrt. Sie können Aufbewahrungsort für verschiedenste Erinnerungen, gebunden an Souvenirs, Briefe, Fotos oder wichtige Dokumente sein. „Etwas in eine Schublade stecken“ bedeutet, Vorurteile gegenüber Unbekanntem / Fremden zu verfestigen, was in der Auseinandersetzung mit Kunst im Museum aufgebrochen wurde, so dass die selbst gemachte Enge dieser Grenzen gesprengt wurde. So wurden verschiedene neue bildnerische Verfahren ausprobiert und im Arbeitsprozesses auf deren eigene ästhetische Qualität geprüft.

Die Leiter wählten wir als Symbol für das Fortschreiten unseres Arbeitsprozesses, auf deren Sprossen man jedes Werk auf unterschiedlichen Ebenen deuten kann.

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Schulband beim 1. "Bonhoeffers Open live"

tl_files/fhg/frontpage/1-BonhoeffersLive.jpgAm 13.9.14 fand im Dietrich-Bonhoeffer-Haus das 1. "Bonhoeffers Open live" mit drei verschiedenen Rock-Bands statt.
Unsere Schulband "Rise to Empire" eröffnete das Haesener Festival. Der Auftritt war ein voller Erfolg und es gab viele Komplimente der alten Musiker-Hasen. Auch die zahlreichen Zuschauer waren positiv von der Leistung der jungen Musiker angetan.
Wir hoffen auf weitere Auftritte mit so einer tollen Organisation und danken dem Bonhoeffer-Haus und speziell Martina Örtel und Matthias Immer für ihre Unterstützung.

Stammzellen und Menschen – Positionen finden

tl_files/fhg/frontpage/stammzellen.jpgAm letzten Mittwoch vor den Sommerferien hat der Biologie-LK der Q1 am FHG und eine handverlesene Gruppe von Schülerinnen und Schülern an einem Projekt der besonderen Art teilgenommen: Moderiert von Frau Ira Herrmann, einer Biologin, und Herrn Martin Heyer, einem Philosophen und Juristen vom Kompetenznetzwerk Stammzellforschung des Landes NRW, hatte die Lerngruppe Gelegenheit, sich mit verschiedenen Aspekten des Themas Stammzellen auseinanderzusetzen.

Im Unterricht hatte sich herausgestellt, dass die rein fachliche Behandlung des Themas Fragen offen ließ. Ein Rollenspiel zum Umgang mit überzähligen Embryonen aus einer künstlichen Befruchtung (IVF = In vitro Fertilisation) machte dies deutlich. Daher beschloss der Biologielehrer René Immig sich Expertenhilfe zu holen. Eine Mail und ein anschließendes Telefonat führten problemlos zu einem Termin.

Ein Vortrag über die biologischen Grundlagen von Frau Herrmann und eine Einführung in ethisch-juristische Überlegungen von Herrn Heyer brachten alle Schülerinnen und Schüler auf einen gemeinsamen Wissensstand. Schritt 2 war die Anwendung der erworbenen Kenntnisse: Zwei Gruppen entwickelten je einen Antrag an eine Ethik-Kommission zu einem Forschungsvorhaben mit Stammzellen, welcher dann von der jeweils anderen Gruppe, die sich anhand von Rollenkarten auf ihre Aufgabe als Kommission vorbereitete, diskutiert und bewertet wurde. Durch den Wechsel der Perspektiven erhielten beide Gruppen Einblick in die auftretenden Probleme und hatten in den Beratungen der Ethik-Kommissionen Gelegenheit, Positionen auszutauschen und kritisch zu reflektieren. Tatkräftig dabei unterstützt wurden sie von den Moderatoren. Motto: "Die spielerische Übernahme einer Position hilft beim Finden der eigenen Position".

Ab wann ist ein Mensch ein Mensch? Wie geht die Gesellschaft mit dem Embryonenschutz um? Welches Potential und welche Risiken stecken in der Stammzellfoschung? Was ist erlaubt / sollte erlaubt sein und was nicht? – All diese Fragen kamen auf und die Gruppen waren gefordert – auf dem Weg zum mündigen Bürger - intensiv über diese Zukunftstechnologie nachzudenken.

Und das nicht nur aus biologischer Sicht – sondern als Mensch.