

Bootsbauer aus Österreich
am Schiffer-Berufskolleg RHEIN
Neun angehende Bootsbauer aus Kremsmünster in Ober-Österreich besuchen mit zwei Lehrkräften drei Tage lang die Bootsmesse in Düsseldorf. Hier besuchten sie auch den Messestand der Bootsbau- Innung mit den Bootsbauer-Auszubildenden, die im Rahmen des Unterrichts im Schiffer-Berufskolleg RHEIN in Halle 15, am Rumpf eines Segelbootes der Pirat-Klasse arbeiten und mit Hilfe von High-Technik-Werkstoffen eine Decksform für ein Segelboot herstellen.
Am folgenden Tag, den 20. Januar 2009, machten sie einen Abstecher zum Schiffer-Berufskolleg RHEIN, um sich hier intensiv über die deutsche Bootsbauer-Ausbildung zu informieren.
Der Schulleiter H.-G. Portmann erläuterte den Aufbau des Schiffer-Berufskollegs RHEIN und informierte die österreichischen Auszubildenden über die deutsche Berufsausbildung zum Bootsbauer.


In der sehr fruchtbaren Diskussion stellte sich heraus, dass die Ausbildung in Österreich und Deutschland ähnlich verläuft.
Die Ausbildungszeit beträgt in Deutschland 3,5 Jahre und in Österreich 3 Jahre. In beiden Ländern wird im dualen System, Berufsschule und Betrieb, ausgebildet. Die Ausbildungsinhalte sind nahezu deckungsgleich.
Der schulische Ausbildungsteil beträgt in Österreich 10 Wochen und in Deutschland 13 Wochen im Jahr. Am Ende der Ausbildung steht jeweils eine praktische und eine theoretische Abschlussprüfung.
Die Auszubildenden aus Österreich waren über die Ausstattung des Schiffer-Berufskolleg RHEIN, Motorenhalle, Sicherheitszentrum, Elektrolabor, Metalllabor, Flachwasserfahrsimulator, Computerfachräume, Klassenräume und natürlich das Holz- und Kunststofflabor begeistert.


In der Berufsschule Kremsmünster in Ober- Österreich werden die Bootsbauer für das gesamte Land ausgebildet. Zur Zeit sind dies insgesamt 19 Bootsbauerauszubildende. In Nordrhein-Westfalen gehen alle Bootsbauauszubildende in das Schiffer-Berufskolleg RHEIN. Dies sind zur Zeit 38 Auszubildende.
In beiden Ländern haben die fertigen Bootsbauer/innen gute bis sehr gute Aussichten, anschließend einen Arbeitsplatz zu bekommen.
